Eine Geschichte zum Thema
Einst beschloss ein Dorf, seinen Gemeinschaftsgarten nicht mehr von einem einzigen Gärtner gestalten zu lassen. Die Menschen merkten, dass der Garten vertrocknete, weil der Gärtner nur seine Lieblingsblumen goss.
Beim ersten Versuch den Garten zu organisieren schrien sie alle durcheinander und sie stritten, was gepflanzt werden sollte. Das Resultat war Chaos und Streit.
Beim zweiten Versuch wählten sie Vertreter*innen. Aber auch diese stritten, weil sie meinten das Recht zu haben, ihre eigenen Vorlieben durchsetzen zu können.
Schliesslich lernten die Menschen, dass Demokratie bedeutet
- gemeinsam zu planen
- Regeln für alle zu vereinbaren und
- die Verantwortung für die Arbeit miteinander zu teilen.
Die UPO will Demokratie auf Weltebene erheben. Demokratie ist hier nicht nur ein Verfahren, sondern ein Wert, eine Haltung, eine aktive Verpflichtung. Sie respektiert die Würde jedes Einzelnen und ermöglicht es jedem Weltbürger und jeder Weltbürgerin, Teilnahme, Verantwortung und Wirksamkeit im globalen Geschehen wahrzunehmen.
So wird die UPO zu einer neuen Kraft und einer Bewegung für globale Demokratie. Heute ist alles globalisiert – nur die Demokratie endet an Landesgrenzen. Diese Realität zeigt, dass die bisherige Weltordnungsstruktur nicht mehr zeitgemäß ist. Die UPO ist ein Instrument planetarer Politik, das auf gleichberechtigter Zusammenarbeit aller Menschen basiert und den Willen der globalen Zivilbevölkerung zum Ausdruck bringt.
Die UPO ist keine Weltregierung und strebt diese Rolle auch nicht an. Sie ist vielmehr ein neuer Akteur in der Global Governance, der bestehende Institutionen anregt und herausfordert, ihre jeweiligen Aufgaben angemessener im Sinne des Ganzen wahrzunehmen. Sie kann einen Prozess in Gang setzen, der zu einer demokratischeren Machtverteilung auf Weltebene führt. Zugleich kann sie einen Impuls geben, die UNO aus ihrer Erstarrung zu lösen, ihre Strukturen zu erneuern und ihre Arbeit effektiver und freier im Sinne der globalen Gemeinschaft wahrzunehmen.
Globale Demokratie und die Idee der UPO stellt die Souveränität der Nationalstaaten nicht grundsätzlich in Frage. Sie bietet vielmehr eine notwendige Ergänzung zum System der nationalen Partikularinteressen. So könnten zukünftig globale Entscheidungen – sei es in Klima-, Umwelt-, Handels- oder Sicherheitsfragen, bei der Verteilung von Ressourcen oder im Kampf gegen Armut und internationale Konflikte – von der weltweiten Zivilbevölkerung kontrolliert, mitentschieden und mitgetragen werden.
Welche konstruktiven Veränderungen eine globale demokratische Bewegung und Organisation in Gang setzen wird, können wir heute nur erahnen. Eine neue globale Ordnung wird sich aus dem Willen der Menschen weltweit und aus ihrem Zusammenspiel mit bestehenden Institutionen und Nationen heraus entwickeln. Die Möglichkeit ist gross, dass die UPO eine politische Evolution auf globaler Ebene aktiv fördert.
Mit der Globalisierung der Demokratie bietet sich ein Lösungsansatz gegen den Krieg an, indem das System der Zwischenstaatlichkeit überwunden wird.
albert Denk
