Der planetaren Gemeinschaft verpflichtet

Eine kleine Geschichte

Für die Ansprache eines bekannten Philosophen über „Die Zerstörung der Welt“ hatte sich eine grosse Menschenmenge versammelt.

Die Ansprache war in weniger als eine Minute beendet.

Er sagte: „Folgendes wird die Menschheit und den Planeten vernichten:

  • Politik ohne Verständnis für globalen Zusammenhänge
  • Technologie ohne Ethik
  • Reichtum ohne Grosszügigkeit
  • Wissen ohne Selbstreflexion
  • Arbeit ohne Stille
  • Leben ohne Solidarität“

Der Planet macht keine Deals. Er kennt keine Kompromisse, keine politischen Ausnahmen, keine kurzfristigen Interessen.

Man kann Emissionen schönreden, Verantwortung verschieben oder Zahlen relativieren – aber die physikalischen, biologischen und ökologischen Prozesse bleiben davon unberührt. Kipppunkte lassen sich nicht verhandeln, Artensterben nicht aufschieben, und ein destabilisiertes Klima unterschreibt keine Übergangsfristen.

Der Planet folgt nicht der Logik nationaler und wirtschaftlicher Interessenpolitik oder diplomatischer Verhandlungen.

Daher soll die UPO vom Prinzip geleitet sein, dass sie zuerst und vornehmlich für das Ganze da ist – für die Menschheit mit der Biosphäre und dem Planeten, zu dem sie gehört. 

Das planetare Zeitalter macht es unabdingbar, alles im planetaren Zusammenhang zu verstehen und zu gestalten. In diesem Sinne ist eine UPO als Vereinigung, die der planetaren Gemeinschaft verpflichtet ist, eine essenzielle Notwendigkeit für eine Welt, die zunehmend ineinandergreift. 

Ihr Bestehen fördert das individuelle und kollektive Bewusstsein, eine Menschheit zu sein, die sich ein Heimatland Erde teilt und eingebettet ist in einer lebenspendenden Biosphäre.

In Bezug auf Verbundenheit erschafft die UPO im Grunde nicht etwas Neues. Sie bringt vielmehr die natürliche, bereits seiende, allem zugrundeliegende planetare Einheit zum Ausdruck. Und doch, wenn wir Menschen uns im Geiste von Kooperation, Solidarität und Wertschätzung der vielfältigen Mitwelt organisieren, manifestieren wir diesen lebendigen Organismus – die planetare, biologische und anthropologische Ganzheit, die wir sind. Das ist etwas Neues. 

Die UPO übersetzt diese grundlegende Einheit in eine institutionelle Form und macht sie dadurch individuell und kollektiv erfahrbar. Sie unterstützt die Menschen darin, sich zunehmend als Weltbürgerinnen und Weltbürger zu erkennen und sich mit dieser globalen Zugehörigkeit zu identifizieren.

Das Bewusstsein um die Verwobenheit der planetaren Gemeinschaft steht heute noch am Anfang. Wenn wir uns als Bürger*innen der UPO verbinden, nähren wir das Feld dieses neuen planetaren Bewusstseins. Die UPO wird zum Katalysator für die ganzheitliche Erfahrung, dass individuelles und kollektives Sein Teil und Ausdruck eines größeren Ganzen sind.

Wenn planetares Bewusstsein erwacht, wird die Erkenntnis der Verbundenheit zur existenziellen Erfahrung der Einheit. Ganzheitliches Denken, Fühlen und Handeln wird selbstverständlicher. Mit ihrer bewussten Ausrichtung auf das Ganze spannt die UPO ein Energiefeld auf, das sowohl auf ihre Mitglieder als auch auf die gesamte Welt zurückwirkt – sichtbar, spürbar und wirksam.